Faserzement - ein einzigartiger Baustoff
Faserzement, früher auch unter der Bezeichnung Asbestzement bekannt, startete 1900 seinen weltweiten Siegeszug. Dem Gründer der Eternit-Werke in Vöcklabruck, Ludwig Hatschek, gelang damit Ende des 19. Jahrhunderts die Entwicklung eines völlig neuen Werkstoffes, der die Welt verändern sollte.
Faserzement ist ein Verbundwerkstoff aus Zement und zugfesten Fasern, auch bekannt unter dem Handelsnamen Eternit. Früher wurde als Faser hauptsächlich Asbest verwendet. Inzwischen wurde dies durch andere Fasern, z. B. Glas- CFK- oder Zellstofffasern (Zellulose) abgelöst. Faserzement wird vor allem in Form von Platten verwendet, aber auch als Rohre und Formteile. Der Werkstoff ist äusserst widerstandsfähig und weist eine Vielzahl an Vorteilen gegenüber anderen Baumaterialen auf, der den weltweiten Erfolg eindrücklich belegt. Er ist leicht, stossfest und bruchsicher, unbrennbar, witterungsbeständig und beständig gegen Fäulnis und Korrosion.
Faserzement dient als Rohprodukt für die Herstellung von klein-, mittel- und großformatigen ebenflächigen Faserzementplatten. Die Platten gibt es in verschiedenen Farben und auch mit granulierten und strukturierten Oberflächen. Faserzement, der an die Stelle der einstigen Asbestzementerzeugnisse getreten ist, eignet sich speziell für die Hausdacheindeckung und zur Wandverkleidung bei hinterlüfteten Fassaden. Hierzu wird der weiche Faserzementbrei in spezielle Formen gepresst, nach der Aushärtung weisen die Produkte aufgrund der eingebundenen Fasern (Bewehrung) eine hohe Zug- und Biegefestigkeit auf.
Faserzement und seine vielen Eigenschaften:
- Mannigfache Formgebungen möglich (flach, well)
- Aussergewöhnliche Bruchsicherheit und Stabilität
- Wetterfestigkeit aufgrund seines dichtes Gefüges
- Unempfindlichkeit gegen Fäulnis und Korrosion
- minimales Gewicht
- Nicht brennbar
- Im Vergleich mit anderen Materialien sehr leicht
